Zen-Impuls der Woche

DAS LEBEN NACH DEM LEBEN

Seit es die Menschheit auf Erden gibt, macht sich jede/r so seine Gedanken über den Tod und was danach kommen könnte. In dem Buch „Das L0LA-Prinzip“ von René Egli habe ich dazu  folgende interessante Theorie entdeckt:

„Nach allgemein anerkannter Lehre wird der Mensch eingeteilt in Körper, Seele und Geist. Wenn der Mensch so aufgebaut ist, dann können wir davon ausgehen — nach dem Gesetz der Analogie — dass auch die Welt so aufgebaut sein muss.

Das bedeutet: es gibt eine materielle Welt, die sehen wir alle; es gibt eine Astralwelt (die Seele des Menschen wird oft auch als Astralkörper bezeichnet), die sehen wir nicht; und es gibt eine geistige Welt, die wir ebenfalls mit unseren materiellen Sinnen nicht wahrnehmen können.

Der Mensch «kreist» nun zwischen der materiellen Welt und der Astralwelt. Was für uns hier als Tod erscheint, ist aus der Sicht der Astralwelt eine Geburt. Was für uns als Geburt erscheint, ist aus der Sicht der Astralwelt ein Tod. Zu einem bestimmten Zeitpunkt legen wir den materiellen Körper ab und zu einem späteren Zeitpunkt betreten wir einen neuen materiellen Körper. Somit ist auch klar: der Tod existiert nicht. (Red.: Im Zen sind Geburt und Tod Transformations-Prozesse)

Das wäre kleinkariertes Denken, wenn wir glaubten, das Leben könne getötet werden. Leben kann nie, niemals, getötet werden. Das wusste Jesus natürlich auch. Er hat es so formuliert: «Tod, wo ist dein Schrecken?» Es gibt keinen Tod. Es gibt nur eines: Leben!“

 

46. Woche

KEINE STÖRENFRIEDE MEHR

Wem die ständigen Ablenkungen beim Meditieren auf den Geist gehen, dem ist folgende Anleitung zu empfehlen, um die Kraft seines Bewusstseins zu steigern:

Nimm eine Meditationshaltung ein, schließe die Augen und richte deine ganze Aufmerksamkeit entweder auf die Empfindungen beim Ein- und Ausatmen an den Nasenlöchern oder auf die Empfindungen beim Heben und Senken der Bauchdecke. Der Atem ist dein Meditationsobjekt. Achte darauf, dass deine Aufmerksamkeit möglichst lange darauf fokussiert bleibt.

Dein Geist hat es zu Beginn schwer, kontinuierlich beim Atem zu bleiben, denn er wird zwangsläufig abgelenkt, weil ständig Körperempfindungen, Geräusche und Gedanken auftreten. Das geht fast jedem so und ist ganz natürlich. Wichtig ist nur, dass du den Geist immer wieder mit der Achtsamkeit zum Meditationsobjekt zurückbringst und keinesfalls verurteilst – das wäre kontraproduktiv.

Freue dich lieber, wenn sich dein Geist immer mehr stabilisiert und es dir gelingt, deine Aufmerksamkeit zwei, drei Minuten lang ununterbrochen auf den Atem zu lenken. Dann bist du auf dem richtigen Weg.

Ähnlich wie ein Muskel wird sich diese Fähigkeit durch häufiges Training weiterentwickeln, bis dein Geist immer präsent ist und das Meditationsobjekt nicht mehr aus den Augen verliert. Nichts kann dich mehr ablenken; denn alle potenziellen Störenfriede haben keine wirkliche Substanz.

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